Software2EU

2026-04-01

Hunderte Anwendungen, tausende Studierende: Softwarebereitstellung, die mitwächst

Eine durchschnittliche Hochschule stellt heute mehrere hundert Anwendungen bereit. Pro Fachbereich, pro Semester, pro Prüfung kuratiert – CAD und Statik im Bauwesen, Matlab und Simulationswerkzeuge in den Ingenieurwissenschaften, Statistik- und Analysesoftware in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, dazu die Standardwerkzeuge, die alle brauchen.

Diese Zahl ist kein Ausreißer. An der Hochschule Biberach etwa umfasst der zentrale AppStore über 300 Programme – von AutoCAD über Lumion bis Matlab. Andere Hochschulen liegen in einer ähnlichen Größenordnung. Die eigentliche Frage ist nicht, ob es hunderte Anwendungen sind, sondern wie man sie verwaltet.

Das Problem mit der klassischen Verteilung

Im klassischen Modell wird jede Anwendung in ein Pool-Image eingebaut, das Image gepflegt und auf die Rechner verteilt. Das funktioniert – bis der Bestand wächst. Jede neue Version, jeder zusätzliche Studiengang, jeder Hardware-Typ erzeugt zusätzlichen Pflegeaufwand. Images werden größer, Aktualisierungen seltener, und neue Software erreicht die Studierenden oft erst Wochen nach der Lizenzfreigabe.

Hinzu kommt: Pool-PCs lassen sich nicht beliebig vermehren. Mehr Studierende und mehr Geräte treffen auf einen Bestand, der nicht im selben Tempo wächst.

Der Katalog als Ebene davor

Der Ansatz, den wir empfehlen, dreht die Logik um. Statt jede Anwendung in jedes Image einzubauen, liegt eine Ebene davor: ein zentraler Software-Katalog. Studierende öffnen ein Portal und starten die benötigte Anwendung mit einem Klick – auf dem Pool-PC genauso wie auf dem eigenen Notebook.

Technisch übernimmt AppsAnywhere die Verteilung, Cloudpaging® by Numecent® streamt die Software lokal, ohne klassische Installation. Eine Anwendung wird einmal paketiert und steht anschließend allen berechtigten Nutzenden zur Verfügung. Laut AppsAnywhere lässt sich die durchschnittliche Image-Größe so um rund 75 Prozent reduzieren – weil die Programme nicht mehr fest im Image stecken müssen.

Warum das mitwächst

Der entscheidende Unterschied ist die Skalierung. Im Image-Modell wächst der Aufwand mit der Zahl der Rechner und der Zahl der Programme. Im Katalog-Modell wächst er nur noch mit der Zahl der Programme – einmal paketiert, überall verfügbar. Ein kleines Rechenzentrumsteam kann so einen großen, weiter wachsenden Bestand verlässlich betreiben.

Genau das ist der Punkt, an dem Softwarebereitstellung aufhört, ein Engpass zu sein: Sie wächst mit dem Curriculum, nicht gegen es.

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